6. – 14. März 2010, – Festspielhaus St. Pölten
Symposium, Lab und LAN Party.
In einer einzigartigen Zusammenstellung von Symposium, Lecture Performances, Cyberlab, LAN Party und Podiumsdiskussion widmet sich das Festpielhaus St. Pölten dem Thema Mensch-Maschine. 10 Tage lang wird das Festspielhaus zu einem Ort der Wissenschaft (Symposium) – des Experimentierens (Cyberlab) und des spielerischen Umgangs mit digitalen Technolgien und Virtualitäten (LAN Party). War das Festspielhaus St. Pölten zu Beginn als grosses Schiff gedacht, mit dem Slogan „Die Reise beginnt“, so verwandelt sich das Haus im März in ein Cyber Forschungs- Raumschiff, das sich mit neuartigen Zusammenhängen von Mensch und Technologien beschäftigt. Auch wenn die Geschichte der Automaten, Frankensteine, Roboter und Kybernethik schon seit 150 Jahren andauert, so erreichen die technischen Möglichkeiten heute ein ganz neues Level. Über allem steht die Frage: Wohin entwickelt sich der Mensch, sein Denken, seine Kultur und somit sein Zusammenleben?
In einer Zeit: wo der Computer sich anschickt, Teile unseres Gehirns zu übernehmen, unser menschlicher Geist via Technik und Computer Fahrzeuge auf dem Mars steuert, Millionen von Menschen über Avatare ihr Spiellust und Freundschaften in virtuellen Welten ausleben, eine Digitale Parallelgesellschaften auf Plattformen wie Facebook, myspace oder World of Warcraft entstehen, Computerprogramme ganze Lebensmodelle und Architekturen selbständig planen, Hörgeräte, Herzschrittmacher, Prothetik etc. als selbstverständliche Körpererweiterungen gelten, Roboter ganze Fabriken ohne den Menschen führen, der menschliche Gencode erforscht ist und durch neue Biotechnologien der Mensch schon bald selbst Gott spielen kann. Allesamt Beispiele, die die Notwendigkeit einer Erforschung der Zusammenhänge von Mensch und Maschine verdeutlichen.
Waren die 80er und 90er Jahre eher noch von Technik Paranoia, beispielhaft veranschaulicht an der Film Reihe Terminator mit Arnold Schwarzenegger, bestimmt; so zeigt der neue James Cameron Film „Avatar“, dass es eine wieder erwachte Begeisterung gibt für die technischen und digitalen Möglichkeiten im Jahre 2010. Es weht ein Hauch von neuem Fortschritts- und Technik Optimismus. Diesen will das Festspielhaus St. Pölten nutzen, um sich ohne Angst, aber mit kritischer Reflexion - mit Spiellust und ethischer Verantwortung, mit den entscheidenden Fragen des anstehenden Jahrzehnts der 2020er Jahre komplex und interformal zu beschäftigen. Hauptanliegen wird es sein, die komplexen Zusammenhänge fernab von Altersschranken und Wissensstand in Form von künstlerischen und wissenschaftlichern Beiträge verständlich zu machen, um so einen neuen Diskussionsdampfer zu schaffen.
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| KuratorInnen | Wolfgang Klüppel, Martina Leeker |